Partnerschaft zur Propstei in Kaliningirad

Durch einen DIA-Vortrag im Mütterkreis wurden wir angeregt, eine Partnerschaft zur evangelisch-lutherischen Kirche in Nordostpreußen (Rußland), der Propstei Kaliningrad (Königsberg) aufzubauen. Christa Eißer und Hannelore Scharnbeck fuhren im Juli 2004 mit dem Zug und einem Touristenvisum nach Kaliningrad und lernten die Gemeinde in Schelesnodaroschje (Gerdauen) kennen. Zum Gottesdienst traf sich die Gemeinde in einem Kellerraum des staatlichen Kulturhauses, es war alles sehr ärmlich, aber die Gastfreundschaft war überwältigend. Die Gemeindeglieder waren Rußlanddeutsche, die nach der russischen Wende aus den autonom gewordenen Sowjetrepubliken vertrieben wurden. Im Laufe der Jahre waren wir immer wieder dort und konnten durch Sach-, Lebensmittel-und Geldspenden helfen. Damit die Gemeinde einen eigenen Gottesdienstraum bekommen konnte, kauften wir eine Wohnung, in die ein junges Ehepaar einzog. Das große Zimmer wurde die „Kirche". Doch die Gemeinde wurde kleiner durch Wegzug oder Tod und löste sich schließlich ganz auf. So mußte die Wohnung wieder verkauft werden. Der Erlös kam der sozialen Arbeit der Propstei zugute.
Jetzt kam ein dringender Hilferuf aus dem Altenheim „Carl-Blum-Haus" in Sadoroschje (Malenuppen), im Südosten der Propstei gelegen. Durch deutsche Hilfe konnte das Heim aus einer ehemaligen Schule hergerichtet werden und bietet 24 Personen Platz. Zum Erhalt des Heimes können die Bewohner nur wenig beitragen, da die Renten extrem niedrig sind. So sind Spenden und Patenschaften nötig, zumal der Staat seine zugesagten Beihilfen nicht einhält. Wir haben bei Besuchen erlebt, wie zufrieden und glücklich die alten Menschen dort sind. Es wäre ein Jammer, wenn diese Einrichtung aus finanziellen Gründen geschlossen werden müßte.